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25.08. - 02.09.2018 - Strandwache Kiel

Die Dresdner Rettungsschwimmer am Strand

Tägliche Fahrt mit dem Motorboot zum Strand

Der Strand in Schilksee bei wechselhaften Wetter

Jessica und Ida bei einer Übung mit der Rettungsboje

Fahrt mit dem Rettungsboot

 

In der vergangenen Woche unterstützen elf Rettungsschwimmer unserer Ortsgruppe die Wasserwacht Kiel bei der Absicherung der Strände an der Kieler Förde. Die sommerlichen Temperaturen sorgten auch noch jetzt für regen Badebetrieb, sodass die vor allem Ratschläge nach der Berührung mit Feuerquallen gegeben oder kleinere Erste-Hilfe-Maßnahmen getätigt wurden. Neben der Absicherung sind das gesellige Beisammensein und der Austausch mit Rettungsschwimmern anderer Ortsgruppen am Abend ein wichtiger Bestandteil. Die Strandwache in Kiel ist für einige Dresdner Rettungsschwimmer inzwischen eine Tradition geworden, die sie auch im nächsten Jahr fortführen wollen. Es gibt an der Kieler Förde fünf von der Wasserwacht bewachte Strände unterschiedlicher Größe, wobei jeder Strand seine Besonderheiten hat. Zu den beiden größten gehören Falckenstein, wo sich auch die Unterkunft und der Hauptturm befinden, und Schilksee, außerdem Heikendorf, Laboe und Strande.

Jeder Morgen beginnt um acht Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück vor der Wachstation. Diese befindet sich direkt am Strand und in der Regel ist es möglich, draußen zu frühstücken und schon morgens Aussicht auf die Kieler Förde zu haben. Neben Seglern und anderen Wassersportlern ziehen auch riesige Containerschiffe, die Küstenwache, die Marine und Kreuzfahrtschiffe in unmittelbarere Nähe vorbei.

Schon am Vorabend jedes Wachtages erfolgt die Einteilung der Rettungsschwimmer auf die unterschiedlichen Strände. Nachdem sich alle gestärkt haben geht es mit dem Dienstfahrzeug zu den Stränden in Schilksee und Strande. Laboe und Heikendorf liegen am Ostufer und sind sinnvoller Weise nur mit dem Boot zu erreichen. Für diesen Zweck gibt es zwei 50-PS-Schlauchboote, mit denen die Wachgänger an das andere Ufer fahren.

An den Stränden angekommen wird als erstes die Station aufgebaut. Dazu gehören das Hissen der Wasserwachtflagge, das Bereitstellen der Rettungsmittel und auch die Anmeldung beim Hauptturm über Funk. Generell funktioniert die Kommunikation der Rettungsschwimmer mit den anderen Stränden über Funk und es gibt dazu einen 2m- und einen 70cm Funkkreis. Eine gewisse Funkdisziplin und das Einprägen der Rufnamen sind für jeden Rettungsschwimmer unbedingt nötig.

Als erstes läuft an jedem Morgen eine Fußstreife mit Funkgerät, Rettungsboje und Sanitätsrucksack einmal den kompletten Strand ab um sich ein Bild der aktuellen Lage zu machen. Je nach Besucherstand verbleiben die Rettungsschwimmer am Hauptturm oder besetzen kleinere Nebentürme. In der Regel wird alle zwei Stunden getauscht, wodurch der Dienst sehr abwechslungsreich wird.

Um 18 Uhr werden die Stationen wieder abgebaut und alle Rettungsschwimmer kehren nach Falckenstein zurück. Bei sehr hohem Besucheraufkommen wird der Dienst auch verlängert, was aber eher die Ausnahme ist. Nachdem alle Rettungsschwimmer zurück sind, wird das Material verstaut, die Boote am Strand festgemacht und gemeinsam zu Abend gegessen. Anschließend ist noch reichlich Zeit, um gesellig zusammen zu sitzen und Rettungsschwimmer anderer Ortsgruppen kennenzulernen. Ganz endet der Dienst am Strand aber nie, da die Wachstation als Firstresponder bei der Leitstelle gemeldet ist. Das bedeutet, dass wir im Notfall mit einem geländegängigen Fahrzeug und zwei Rettungsschwimmern schneller vor Ort sind, als der Rettungsdienst.

Um in Kiel als Rettungsschwimmer zu arbeiten sind mindestens das Rettungsschwimmabzeichen in Silber und ein Erste-Hilfe-Kurs nötig. Bei vielen wird auch durch die täglicher Fahrt mit dem Motorboot das Interesse für einen Bootsführerschein geweckt. Die Wasserwacht Kiel zahlt jedem Rettungsschwimmer pro geleisteten Tag eine Aufwandsentschädigung von 20 € und das Fahrtgeld. Paul Müller

03.09.2018 (Wasserwacht Aktuelle Mitteilungen)